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Eine Sprache zu lernen, Vokabeln zu pauken und Grammatiken zu
studieren ist erst der halbe Weg zum praxisorientierten Sprechen.
Wie das Deutsche bestehen die meisten Sprachen der Erde zu einem
nicht unerheblichen Teil aus feststehenden Ausdrücken,
Redewendungen, die in der direkten Übersetzung teilweise
zunächst keinen Sinn zu ergeben scheinen, zum lebendigen
Sprechen aber unabdingbar dazugehören. Was wäre das Deutsche
ohne den bekannten "Pferdefuß", das
"Sauwetter" oder auch der berühmten "Grube",
die man einem anderen gräbt.
1000 exemplarische Redensarten aus dem Italienischen hat der
Langenscheidt-Verlag in einem der unverwechselbaren gelben
Bändchen veröffentlicht.
Dabei wurden die Redensarten nach italienischen Stichworten
geordnet - das schränkt zwar eine Verwendung als Fundgrube für
Zitatesammler ein, orientiert das Werk aber näher an der Praxis
desjenigen, der mit Hilfe dieses Langenscheidt sein eigenes
Italienisch verbessern und das seines Gegenübers verstehen will.
Nach dem Stichwort folgt der stehende Ausdruck. Dabei ist das
"Redensarten" des Titels sehr weit gefaßt: Es reicht
von mehr oder weniger festen Wortverbindungen bis zum
"Sprichwort" im klassichen Sinne.
Der stehende Ausdruck wird danach in seiner Grundform
übersetzt und - darin besteht das eigentlich Bemerkenswerte an
der Konzeption dieses Nachschlagewerks - in einen größeren
Zusammenhang gestellt. Dieser wird wiederum in einer möglichst
gelungenen deutschen Übersetzung wiederholt.
Dabei offenbaren die "1000 italienischen
Redensarten" manchen Wortwitz, der aus der Diskrepanz
zwischen der wörtlichen Übersetzung und dem eigentlich
Gemeinten entsteht.
Der Zeichner Eberhard Holz hat die ein oder andere dieser
humorvollen Wortspielereien in Bilder umgesetzt.
So ist dem Langenscheidt-Verlag wieder einmal die Symbiose
zwischen Unterhaltung und Bildung geglückt: Ein Büchlein zum
Nachschlagen, Einlesen und Weiterlesen.
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