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Erschienen
Reclams neuer elektronischer Adventskalender
12/1999
Philipp Reclam jun. Verlag GmbH, Ditzingen b. Stuttgart
1 CD-ROM / DM 19,90
Pünktlich zur Weihnachtszeit hat man bei Phillipp Reclam nachgelegt: 1998 haben wir noch den "Elektronischen Adventskalender" vorgestellt, in diesem Jahr jetzt der "NEUE elektronische Adventskalender".

Um es kurz zu machen: Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine nett aufgemachte CD-ROM mit einem großen Suchbild, in dem 24 Türchen versteckt sind. Öffnet man ein Türchen, dann gibt es eine Überraschung und das Suchbild verändert sich ein wenig: Da ist plötzlich ein Knoten in der Straßenlaterne, der Weihnachtsbaum leuchtet und so weiter.

Wir haben auf unserem Testrechner die Systemzeit bis ziemlich nah ans "Chaos-Datum" des Jahreswechsels heran ändern müssen, damit wir den Kalender überhaupt testen konnten, denn ungeduldigen kleinen und großen Computerfreunden gibt man keine Chance: Die Türchen lassen sich erst öffnen, wenn auch der richtige Tag gekommen ist.

ann aber wird man - nach einem zugegebenermaßen etwas langatmigen Vorspann - wie bereits im Vorgängermodell mit vielen Texten, Geschichten, Bildern erfreut: Sei es Frank Seefelds "Ausgefallenes Weihnachtsfest", Widmanns "Öhmchens Weihnachtsbaum" (übrigens eine besonders knuffige Geschichte am 17. Dezember) oder das eigentlich fast unumgehbare "Kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Andersen.
In der Sammlung finden sich auch Gedichte von Schiller, Busch und - ebenso unumgehbar - Goethe.
Alle Texte werden vorgelesen und können auch ausgedruckt werden. So könnte bis Heilig Abend ein schönes eigenes Weihnachtsbuch entstehen.

Mehr als im Vorgängermodell hat man beim Neuen Adventskalender auf "Highlights" gesetzt: In der "Weihnachts-Bastelzeit" werden Christbaumhänger gebastelt, es gibt ein "Weihnachts-Schiebespiel", ein "Schneefeld-Tangram", eine Weihnachtsbäckerei und dazwischen gibt es einen Peanuts-Cartoon und eine Witze-Ecke: "Weihnachten ist" schließlich, "wenn man trotzdem lacht".

Was so viele schöne und gute Seiten hat, das muss doch auch ein paar Schwachstellen haben.
Richtig! Ein Weihnachtswunder ist der Reclam-Adventskalender nicht. Das wäre nämlich eine CD-ROM, die perfekt funktioniert und bei der der User vollständig begeistert ist.

Schade ist zunächst, dass das Suchbild nicht mit Musik hinterlegt ist. Denn man braucht teilweise etwas, bis man das richtige Türchen gefunden hat. Überhaupt bringen die musikalischen Hinterlegungen im MIDI-Format bekannte Weihnachtslieder teilweise doch sehr verlangsamt. Und - wie schon in der letzten Version - der Abspann ist unendlich lang, er lässt sich aber nicht vorzeitig abbrechen.


Wie dem auch sei: Der "Neue elektronische Adventskalender" ist ein nettes Gimmick für alle Computer-Fetischisten, die es auch mit Weihnachten haben.